Leben
Hans Widermann wurde am 8. Juni 1892 in Bisamberg als Sohn von Michael Widermann, einem der größeren Bauern der damaligen Zeit, geboren.
Er besuchte die Schule der Schulbrüder in Stetten, wohin er immer zu Fuß unterwegs war.
Nach seiner Lehrerausbildung fand er 1911 Anstellung in Hausleiten, wo er seine spätere Frau Anna Maurer kennenlernte.
Im ersten Weltkrieg war Hans Widermann Offizier, wo er schwer am Auge verwundet wurde und eigentlich totgeglaubt, nur durch die Umsicht seiner Kameraden gerettet wurde. Im zweiten Weltkrieg war er in Frankreich in der Region von Reims eingesetzt.
Nach dem Krieg war er Schreiber der Freiwilligen Feuerwehr Bisamberg und wurde Direktor der Volksschule Langenzersdorf, wo er bis zu seiner Pensionierung 1956 unterrichtet hat.
Er hatte eine Schwester namens Magdalena, die leider früh verstorben ist und keine Familie hatte, sowie einen Bruder, Karl, der ebenfalls Lehrer war.
Im Laufe seines Lebens hat Hans Widermann zahlreiche Gedichte, Geschichten und Hörspiele verfasst, von denen viele von der RAVAG, dem späteren ORF, im Rahmen des Schulfunks gesendet worden sind. Seine Werke wurden auch in verschiedenen Mundartsammlungen und lokalen Schriften veröffentlicht (zum Beispiel im „D' Lavdendlzupfer“ oder der Serie „Heimatbuch rund um den Bisamberg“).
Hans Widermann starb am 20. November 1960 nach einem Auftritt in der ehemaligen Bisamberger Turnhalle.
Eine Gasse in Bisamberg ist nach ihm benannt.
Siehe auch den Nachruf, verfasst 1971 von Hugo A. Polak-Mürzsprung
